Herausforderung
Viele Hoffnungen in Modernisierungsvorhaben wurden enttäuscht
Seit den 90er Jahren wurden in vielen innovativen Produktionsunternehmen Ansätze wie „Lean Management“ und „Business Process Reengineering“ oder auch Einezlkonzepte wie KAIZEN/KVP, neue Entgeltkonzepte etc. propagiert und eingeführt. Nach übereinstimmenden Erfahrungsberichten konnte jedoch vielerorts nicht der langfristig erwartete Nutzen nachgewiesen werden.
Dies lag häufig nur zum Teil an inhaltlichen Gestaltungsmängeln. Die enttäuschenden Erfahrungen mit der Umsetzung sind in vielen Fällen darauf zurückzuführen, dass wichtige Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Wirkung der Einzelaktivitäten vernachlässigt wurden. So fehlten insbesondere
- eine konsequente Ausrichtung auf die Unternehmensstrategie,
- eine übergreifende Abstimmung der zum Einsatz kommenden Einzelkonzepte und „Modernisierungsbausteine“,
- die Integration vor- und nachgelagerter Bereiche (z.B. Entwicklung, Beschaffung, Vertrieb),
- die Nachvollziehbarkeit von Sinn und Zusammenhang der Veränderungsmaßnahmen aus Sicht der Mitarbeiter,
- eine angemessene Beteiligung der betroffenen Mitarbeiter,
- die Berücksichtigung der Unternehmens- bzw. Standortkultur.
Um Modernisierungen wirksam werden zu lassen, ist also dafür zu sorgen, dass die einzelnen „Bausteine“ zueinander und zum Unternehmen passen, und zwar vertikal, also von der Führungsebene bis zu den ausführenden Bereichen einheitlich durchgestaltet sind, und horizontal, d.h. die einzelnen Konzepte müssen sich ergänzen und dürfen nicht im Widerspruch zueinander stehen.
Das Projekt PaGIMo (Partizipative Gestaltung Integrierter Modernisierungsvorhaben) hat es sich zur Aufgabe gemacht, integrierende Strategien hin zu einer vertikalen und horizontalen Passung zu entwickeln, umzusetzen und auszuwerten.


